Liebesromane von Corinna Kohfink

Mails, Dates und das Flattern der Chatterlinge

 

Tauche ein in die Geschichte von „Mails, Dates und das Flattern der Chatterlinge“. Hier kannst Du nachlesen, worum es in diesem Roman geht, wo es ihn zu kaufen gibt, wie er entstanden ist und was andere darüber sagen.

Gute Unterhaltung!


Als Caro am fünfzehnten Hochzeitstag von ihrem Mann sitzengelassen wird, versteht sie die Welt nicht mehr. Plötzlich ist ihr ganzes Lebenskonzept zerstört, und obendrein steht sie auch noch mit allem alleine da. Ihre beiden Söhne brauchen ihre Fürsorge, den langweiligen Teilzeit-Job muss sie weiterhin irgendwie meistern, und dann ist auch noch gerade erst der Bagger angerückt, um die Grube für das neue Haus auszuheben. Für Trauer bleibt da keine Zeit, „Funktionieren!“ heißt stattdessen die Devise.
Mit unerschöpflicher Energie bahnt sich Caro ihren Weg ins Leben zurück, und da sie sich mit 43 Jahren noch viel zu jung fühlt, um allein zu bleiben, startet sie das Projekt „Traummann-Suche im Internet“. Schon bald fliegen die ersten Chatterlinge. Doch bis zum Traummann ist es ein langer Weg mit sonderbaren Begegnungen und reichlich schrägen Typen. Als ihr Benny begegnet, wähnt sie sich am Ziel ihrer Träume. Aber wird sie es tatsächlich schaffen, die Mauern, die er um sich errichtet hat, zu durchbrechen oder wartet das Glück vielleicht noch an ganz anderer Stelle?

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Wie „Mails, Dates und das Flattern der Chatterlinge“ entstanden ist

Für diesen Roman hat mir lange der Mut gefehlt, denn es ist meine persönliche Geschichte. Erst als „Hitzewallungen im Kühlschrank“ fertiggestellt war, spürte ich den Impuls, dass es nun an der Zeit sei. Von Anfang an war es herausfordernd, die passende Form dafür zu finden. Zunächst begann ich - wie in den anderen Büchern auch - in der Ich-Form zu erzählen. Doch auf einmal fühlte sich alles viel zu intensiv an. Ich machte einen Umkehrschwenk, schrieb die ersten zig Seiten um und wechselte in die Perspektive der allwissenden Erzählerin. Beim Durchlesen merkte ich, dass ich nun gar keinen Bezug mehr zu Caro (meiner Buch-Stellvertreterin) aufbauen konnte. Es wirkte unpersönlich und distanziert. Ein paar Seiten schrieb ich noch, bevor ich schweren Herzens zur Ich-Form zurückkehrte und erneut alles umtextete.

Eine weitere riesige Herausforderung bestand darin, aus dem umfangreichen, Hunderte von Seiten langen Chat- und E-Mail-Material das auszuwählen, was sich gut in den Roman und die Erzählstruktur einfügen würde, es dabei bis zur Unkenntlichkeit zu verfremden und die jeweiligen Chat- und Datingpartner so zu verändern, dass sie für niemanden mehr identifizierbar waren. Irgendwann war der erste Buchentwurf fertiggestellt. Ich las ihn und er gefiel mir überhaupt nicht. Worauf ich beim Schreiben großen Wert lege, ist ein stimmiges Tempo - nicht zu langsam, nicht zu schnell, einem stetigen, geschmeidigen Lesefluss folgend. Aus meiner Sicht passte das nicht. Die Mail- und Chat-Verläufe waren mir zu lang, die Übergänge zu abrupt und Caros Zerrissenheit nicht genug spürbar. Es hat von den Formalien (Rechtschreibung, Grammatik, Silbentrennung, Formatierung) abgesehen zwei riesige inhaltliche Korrekturschleifen gebraucht, bis das Buch so war, wie ich es haben wollte. Reif für die Veröffentlichung! Bei diesem Roman war die eingesetzte Gesamtarbeitszeit mit weitem Abstand am höchsten.

Weil ich immer wieder gefragt werde: Ja, jede Figur ist von einem lebenden Vorbild inspiriert und alle beschriebenen Dates hat es wirklich gegeben. Caro steht für Corinna, also für mich, und - ohne hier zu viel verraten zu wollen (vielleicht hast Du das Buch ja noch nicht gelesen) - eine der Figuren für Heiko, meinen heutigen Mann. Auch die zugrundeliegende Geschichte ist real. 2008 ist mein damaliges Leben zerbrochen, als der Vater meiner Kinder verkündet hat, dass er sich nicht sicher sei, ob er mit mir weitermachen wolle. Meine größte persönliche Krise begann, und die Erzählung schildert, wie ich mich nach einer ausgiebigen Trauerphase ins Leben zurückgekämpft habe, um schließlich einen unkonventionellen Neuanfang zu wagen.


Was andere sagen und was mir dabei durch den Kopf geht

Bei diesem Buch konnte ich überhaupt nicht prognostizieren, wie es bei den Leser*innen ankommen würde, weil mir der Blickwinkel von außen komplett fehlte. Entsprechend sehnsüchtig (und auch ein wenig ängstlich) habe ich auf die ersten Rezensionen gewartet und war maßlos erleichtert, als sie eintrudelten und zunächst durchgängig positiv ausfielen. Ganz herzlichen Dank für die wunderbare Unterstützung!

 

„Amüsant, nachdenklich, berührend , mit wunderbar gezeichneten Charakteren und in einem Schreibstil, der locker, leicht und flüssig ist“
(Leseratte68, auf Amazon)

Leseratte68 hat die erste Rezension zu diesem Buch geschrieben. Und ich habe mich besonders gefreut, dass sie durch die Lektüre dazu angeregt wurde, Vergangenes im Nachhinein mit einem Schmunzeln zu betrachten. Mir macht es Mut, dass da draußen viele, viele Menschen mit ähnlichen Biografien unterwegs sind, die alle den Entschluss gefasst haben, den Widrigkeiten des Lebens erfolgreich die Stirn zu bieten.

 

„Ich habe selten Bücher mit so viel Witz und Ernsthaftigkeit gelesen, selten so gelacht oder bin über die Worte selbst ins Grübeln verfallen“
(Isa, auf Amazon)

Auch diese Beurteilung bedeutet mir viel. Das Leben mit einer Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit anzugehen, ist ja etwas, was im Buch thematisiert wird. Ich versuche diesem Motto, so gut es geht, in meinem Alltag zu folgen und freue mich, wenn es auch die DNA meiner Romane durchdringt und für die Leser*innen spürbar wird. Danke für die wärmenden Worte, Isa!

 

„Ein schönes Buch, dass zum Nachdenken anregt. Was ist wirklich wichtig im Leben und in Beziehungen?“
(Cactussa, auf Amazon)

Meine Single-Zeit in der Lebensmitte war vermutlich die intensivste Phase meines Lebens - und die heftigste. Nie zuvor habe ich so viel über mich, meine Beziehungsmuster, meine Wünsche und Träume gelernt wie in dieser Zeit. Besonders Schwarzwaldbär (so heißt er zumindest im Buch - viele Grüße an U. aus F.) hat mir mehrfach auf eine oft brachiale und schmerzhafte Weise die Augen geöffnet. Er hat mir einen Spiegel vorgehalten und damit einen gewaltigen Beitrag dazu geleistet, mich neu auszurichten und aus vergangenen Fehlern zu lernen. Und die Mail-Wechsel, die eine Rezensentin als unrealistisch empfunden hat, gab es wirklich. Es war eine verrückte Zeit, die mich heute manches Mal den Kopf schütteln lässt über all die Aktionen, die ich aus der Verzweiflung heraus gebracht habe. Doch genau dadurch war sie so lehrreich wie keine zweite und hat mich dahin gebracht, wo ich heute stehe.

Allen Männern, die als Inspirationsquelle für die beschriebenen Dates gedient haben, meinen herzlichen Dank und natürlich an alle Rezensent*innen ein tief empfundenes Dankeschön!



Wenn es ein Buch gibt, das du gerne lesen willst, das aber noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben. (Toni Morrison)